SpektakelAkademie: Fortsetzung in Herrenhausen 

Die SpektakelAkademie lädt zu neuen Diskussionsabenden ein. Nächster Termin: Do 21.5. (mit Brigitta Muntendorf, Julian Hetzel, Prof. Dr. Margreth Lünenborg, Prof. Dr. Thomas Strässle)

Unter dem Titel Authentizität als Illusion? Zwischen Wirklichkeit und Inszenierung wird die SpektakelAkademie am 21.5. in der Orangerie Herrenhausen fortgesetzt. Die Veranstaltung wird in Kooperation mit der VolkswagenStiftung realisiert.

Authentizität gilt aktuell als Gütesiegel: Gut ist, was „wahrhaftig“ ist. Ob in persönlicher Interaktion, in den (sozialen) Medien oder in der Kunst, die Sehnsucht nach dem Echten ist allgegenwärtig. In einer von Inszenierungen geprägten Welt, von der digitalen Selbstdarstellung bis zum durchchoreografierten Politspektakel, stellt sich allerdings die Frage, welche Erscheinungsformen heute Wahrhaftigkeit beanspruchen können. Und auch eine Kunstwelt, die mit Reproduktion, Sampling und künstlicher Intelligenz operiert, fordert die traditionelle Auffassung von „Echtheit“ heraus.

Was also ist wirklich authentisch? Gibt es das Authentische überhaupt? Wenn ja, ist es ein erreichbares Ziel und wieviel normativer Druck liegt hinter dem Streben danach? In welcher Weise beeinflussen digitale Technologien und soziale Medien unser Verständnis des Wahrhaftigen in der Kunst und im Alltag? Und was bedeutet das alles für Kunst- und Medienschaffende?

Diesen Fragen widmet sich die Diskussionsrunde mit Komponistin und Intendantin Brigitta Muntendorf, dem Theatermacher Julian Hetzel, der Kommunikationswissenschaftlerin Prof. Dr. Margreth Lünenborg sowie dem Literaturwissenschaftler Prof. Dr. Thomas Strässle. Die Moderation übernimmt Dr. Ulrich Kühn (NDR Kultur).

Der letzte Talk fand am 29.4. unter dem Titel Acts of Peace in Times of War – Wie kann Krieg beendet werden? statt. Die Veranstaltung wurde gemeinsam von den KunstFestSpielen, den HANNAH ARENDT TAGEN und dem Niedersächsischen Landesmuseum Hannover organisiert und stand im Zeichen des 120. Geburtstags der Philosophin Hannah Arendt sowie der bevorstehenden Premiere der Musiktheater-Produktion The Day Before von Brigitta Muntendorf, Christiane Jatahy und Rosa Montero. Als Gäste diskutierten die Kultur- und Literaturwissenschaftlerin Aleida Assmann sowie der Historiker Jörn Leonhard. Moderiert wurde das Gespräch von Michael Köhler (Deutschlandfunk).