Kolik

von Rainald Goetz
Giger / Hofmann / van Bebber
mit Sarah Maria Sun & Solistenensemble Kaleidoskop

Musiktheater
Di 19.05. — 19:30
Orangerie

Preis 17 / 19 Euro (zzgl. VVK-Gebühren)
Preis ermäßigt ab 8,50 Euro (zzgl. VVK-Gebühren)
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Kolik ist ein zeitgenössisches Passionsspiel über den Krieg im Kopf, das Rauschen der Welt und unsere Verletzlichkeit in einer hyperbeschleunigten Gegenwart. Im Blitzlichtgewitter der Synapsen orchestriert Kolik die radikale Selbstbefragung eines sterbenden Ichs in den letzten Sekunden eines widersprüchlichen Lebens.

Den apokalyptischen Monolog von Rainald Goetz, von der ZEIT als „Chronist der Gegenwart“ bezeichnet, übersetzen die Autor*innen im Zusammenspiel mit Sarah Maria Sun in ein vielstimmiges Solo für Stimme, Elektronik und ein Instrumentalensemble aus Mitglieder*innen des Berliner Solistenensemble Kaleidoskop und Gästen. Verzweifelt, grotesk und exzessiv ist die Partie von Sun, einer der charismatischsten Interpretinnen zeitgenössischer Vokalmusik, die zugleich ganz in der musikalisch-theatralen Interaktion mit ihren Mitspieler*innen aufgeht. Dabei entsteht ein eindrucksvolles Gefüge aus Text, Live-Gesang, subtilem Playback, Instrumentalaktionen und Hörspielpassagen, das in einem fragilen, ruinenhaften Bühnenraum dem Sog der vieldeutigen Wortkaskaden nachspürt, den letzten Ordnungsversuchen eines verhärteten und zerrissenen Egos.


Di 19.05. — Tischgespräche 2 mit dem Regieteam und Sarah Maria Sun im Anschluss an die Vorstellung im Festivalzelt. Tickets 18 Euro.

Regie Benjamin van Bebber
Komposition Jannik Giger
Hörspiel / Elektronik Leo Hofmann
Bühne / Kostüme Lea Burkhalter

Deutsch

Dauer 1h 30min


Eine Produktion von Benjamin van Bebber und Gare du Nord in Zusammenarbeit mit dem Solistenensemble Kaleidoskop. Gefördert durch den Hauptstadtkulturfonds, Pro Helvetia, Kulturvertrag zwischen Basel-Landschaft und Basel-Stadt, Fondation Nicati-de-Luze, Fondation Suisa, Fondation Landis und Gyr, Schweizerische Interpretenstiftung.